{"id":1916,"date":"2016-01-04T23:38:25","date_gmt":"2016-01-04T22:38:25","guid":{"rendered":"http:\/\/wptest.werkskapelle.de\/?page_id=1916"},"modified":"2026-03-25T11:53:11","modified_gmt":"2026-03-25T10:53:11","slug":"1958-1982","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.werkskapelle.de\/index.php\/chronik\/1958-1982\/","title":{"rendered":"1940-1960"},"content":{"rendered":"<p>[vc_row iron_row_type=&#8220;in_container&#8220; iron_remove_padding_medium=&#8220;&#8220; iron_remove_padding_small=&#8220;&#8220; iron_overlay_pattern=&#8220;&#8220; iron_parallax=&#8220;&#8220; iron_bg_video=&#8220;&#8220;][vc_column][vc_column_text]Mit der Macht\u00fcbernahme der Nationalsozialisten erlebte das D\u00fcsseldorfer B\u00f6hler-Werk einen enormen Ausbau und gleichzeitig die eilige Ausrichtung auf die R\u00fcstungsindustrie. \u00a0W\u00e4hrend die wirtschaftliche Seite des Werkes boomte, litt der sozial-kulturelle Teil des Lebens im Schatten des B\u00f6hler-Hochofens zunehmend. Das freie Vereinsleben im B\u00f6hler-Umfeld war gepr\u00e4gt von pers\u00f6nlicher Unsicherheit durch die politische \u00dcberwachung. Die \u201eVereinigung der Kunst- und Musikfreunde der B\u00f6hlerbeamten\u201c sah sich beispielsweise gezwungen ihren Sitz au\u00dferhalb des Werksgel\u00e4ndes zu verlegen. Auch f\u00fcr die Werkskapelle bedeutete die kulturelle und \u00f6ffentliche Gleichschaltung des Landes eine zwangsl\u00e4ufige Ausrichtung im Sinne der totalit\u00e4ren Machthaber. So standen fortan Auftritte bei Inspektionsbesuchen von Partei-Funktion\u00e4ren, Kundgebungen im Werksumfeld und deutschlandweite Fahrten zu Parteiveranstaltungen auf dem diktierten Programm. Auf wirtschaftlicher Ebene gelang es den Vorsitzenden des Konzerns nur mit gr\u00f6\u00dfter M\u00fche den vollst\u00e4ndigen Zugriff der Partei auf die B\u00f6hler-Werke abzuwehren.<\/p>\n<p>Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges und die damit verbundene Einberufungen zum Milit\u00e4r f\u00fchrten dazu, dass zeitweise nur 15 Musiker zur Verf\u00fcgung standen. 1943 wurde auch Kapellmeister Hans Wincek zur Wehrmacht eingezogen, so dass der damalige 1. Fl\u00fcgelhornist Toni Esser stellvertretend die Leitung der Kapelle \u2013 die zu diesem Zeitpunkt nur noch aus 15 Musikern bestand \u2013 \u00fcbernahm. In den letzten Kriegsjahren lag der musikalische Betrieb der Kapelle fast vollst\u00e4ndig brach. Die stetige Gefahr einer Bombardierung des Werkes und die pers\u00f6nliche Not der Musiker lie\u00dfen verst\u00e4ndlicherweise keinen Platz f\u00fcr frohes Musizieren. Das langersehnte Kriegsende war f\u00fcr die Werkskapelle auch der Zeitpunkt einer ern\u00fcchternden Bestandsaufnahme. Ann\u00e4hernd die gesamte musikalische Austattung der Kapelle, die die Musiker in den Jahren seit 1933 gesammelt hatten, war zerst\u00f6rt, unbrauchbar oder in den Wirren der Kriegsjahre verschwunden. Instrumente und vor allem Notenmaterial waren nicht mehr vorhanden. Viel mehr beklagte die Kapelle den schmerzlichen Verlust von sieben gesch\u00e4tzten Musikkameraden, die nicht mehr aus dem Krieg zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n<p>Der gro\u00dfen Unterst\u00fctzung der D\u00fcsseldorfer Werksleitung war es 1948 zu verdanken, dass der Probebetrieb nach rund drei Jahren wieder aufgenommen werden konnte.. Langsam wuchs die Kapelle unter der Leitung von Hans Wincek wieder zu ihrer einstigen St\u00e4rke heran. Junge musikliebende Belegschaftsmitglieder wurden von den \u00e4lteren Musikkollegen angelernt, bis 1950 der st\u00e4dtische Kammermusiker Hans P\u00fctz die Ausbildung des Nachwuchses \u00fcbernahm. 1954 nahm die Werkskapelle erstmals nach dem Kriege an einem gro\u00dfen internationalen Gesangs- und Musikwettstreit in Luxemburg teil und erreichte dort den 1. Preis mit Auszeichnung. Dieser Erfolg spornte an. Durch kontinuierliche Probenarbeit, versierte Mitgliederausbildung und eine fokussierte F\u00fchrung entwickelte sich die Werkskapelle zusehends zu einem ernstzunehmenden sinfonischen Orchester.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row iron_row_type=&#8220;in_container&#8220; iron_remove_padding_medium=&#8220;&#8220; iron_remove_padding_small=&#8220;&#8220; iron_overlay_pattern=&#8220;&#8220; iron_parallax=&#8220;&#8220; iron_bg_video=&#8220;&#8220;][vc_column][vc_column_text]Mit der Macht\u00fcbernahme der Nationalsozialisten erlebte das D\u00fcsseldorfer B\u00f6hler-Werk einen enormen Ausbau und gleichzeitig [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"parent":1908,"menu_order":4,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"om_disable_all_campaigns":false,"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0},"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.werkskapelle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1916"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.werkskapelle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.werkskapelle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.werkskapelle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.werkskapelle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1916"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.werkskapelle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1916\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3460,"href":"https:\/\/www.werkskapelle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1916\/revisions\/3460"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.werkskapelle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1908"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.werkskapelle.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1916"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}